FAQ's

1 - WARUM AUSGERECHNET 100 AKTIONEN AN EINEM TAG?

 

Die Zahl 100 dient als Ansporn möglichst viele Menschen zu motivieren gemeinsam aktiv zu werden. Die Zahl ist konkreter und symbolischer Wert zugleich.

 

Wir erwarten 100 Aktionen, die am 17. September einen positiven Wandel im Stadtleben anstoßen. Letztendlich steht natürlich die Qualität der Aktionen im Vordergrund.

Die Zahl 100 verbindet – zu wissen, dass viele kleine Aktionen zur gleichen Zeit in der gleichen Stadt passieren, erzeugt ein Gefühl von Gemeinschaft und Wandel.

 

Wir sind überzeugt davon, dass viele kleiner Aktionen unsere Stadt lebenswerter machen!

 

2 - WAS IST EINE INTERAKTION?

 

Eine Interaktion ist eine Aktion, die sich in erster Linie auf ihre involvierten Menschen konzentriert. Sie bringt Leute miteinander in Kontakt. Interaktionen können sozialen, sportlichen, performativen oder künstlerisch Charakter haben. Sie zielen auf einen symbolischen bzw. kulturellen Wandel innerhalb der Gesellschaft ab. Interaktionen fördern das Gemeinschaftsgefühl, die Aufmerksamkeit untereinander, das Miteinander in der Großstadt und den Umgang miteinander.

Beispiele wären große oder kleine Flashmobs, wie spontane Gesangs- oder Tanzeinlagen auf öffentliche Plätzen oder in der Bahn, eine Alles-außer-Autos-Kolonie aus Fahrrädern, Tandems, Fahrradbussen, Inlinern oder Skateboards, der Austausch von Postkarten mit netten Botschaften, offene Mini-Sprachekurse, ein Fahrrad-Kino, bei dem der Film nur läuft, wenn alle fleißig mitradeln oder eine offene Improvisations-Performance, die die Alltagsmonotonie unterbricht.

 

3 - WAS IST EINE INTERVENTION?

 

Eine Intervention meint eine Aktion, die eine physische Umgestaltung eines Raums vornimmt und darauf abzielt diesen Ort temporär oder dauerhaft zu verändern.

Laut Duden zeichnet sich eine Intervention durch seine Einflussnahme und Vermittlung aus. Beispiele wären Aktionen für ein grüneres Hamburg, wie etwa Parklets, bei denen Parkplätze in kleine Parks umgewandelt werden. Oder Aktionen für ein bunteres Hamburg, wie Graffiti-Kunst, Upcycling-Projekte bei denen Schrott und Müll einen neuen Nutzen und eine neue Ästhetik erlangt, Guerilla-Kunst, bei der Beton-Säulen wie Straßenlaternen oder Eisenbrücken mit bunter Wolle umstrickt werden.

 

4 - WOHER KOMMT 100IN1DAY?

 

Die Initiative 100In1Day ist 2012 aus einem Studi-Projekt in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens entstanden. Man wollte Mitbürger dazu motivieren gemeinsam das Ziel einer lebenswerteren Stadt in Angriff zu nehmen. Dieser Interaktive Ansatz ist zurückzuführen auf die Tätigkeiten des ehemaligen Bürgermeisters Antanas Mockus, dessen Hauptanliegen seiner Amtszeit das Fördern einer „Cultura Ciudadana“ (Bürgerkultur / civic culture) war.

Durch unterschiedliche Aktionen im öffentlichen Raum sollten Bürger*innen ihre Mitbürger*innen spielerisch und freundlich dazu bringen, ihre Wahrnehmung und ihr Verhalten gegenüber anderer Bürger*innen zu reflektieren.

Der symbolische Wert der Botschaft und die Sichtbarkeit der Aktionen spielten eine wichtige Rolle. Eine Aktion bezog sich stets auf ein konkretes Problem. Beispielsweise respektierten in Bogotá viele Autofahrer die Zebrastreifen nicht.

Daraufhin schickte Antanas Mockus einige Pantomime-Künstler auf die Straßen – verkleidet und geschminkt. Durch lustige Gesten forderten sie die Autos freundlich dazu auf, die Passanten die Straße überqueren zu lassen. Durch dieses und andere Projekte veränderte sich das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden.

Forschungen zeigten, dass die Unfallraten in der Stadt deutlich zurückgingen. Auch 100In1Day arbeitet mit dem Ansatz der Symbolhaftigkeit. Die Bürger Bogotás inspirierten Menschen auf der ganzen Welt und so wurden Bürger in Pasto, San José und Kapstadt aktiv, sie alle folgten der Idee von 100en1Día.

 

5 - VERBREITUNG VON 100IN1DAY

 

 

4

KONTINENTE

14

LÄNDER

30

STÄDTE

60.000

Personen

4.000

Aktionen

6 - LOKALE REALISIERUNG